Die Arbeit in den Frühen Hilfen stellt hohe fachliche Anforderungen an die dort tätigen Gesundheitsfachkräfte. Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger (FGKiKP) begleiten Familien häufig in belasteten Lebenssituationen und arbeiten an der wichtigen Schnittstelle zwischen Gesundheitsförderung, Prävention, Beratung und Kinderschutz.
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) stellt hierfür umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsmodule zur Verfügung, die bundesweit als fachliche Grundlage für die Arbeit in den Frühen Hilfen dienen. Die Inhalte umfassen unter anderem:
- entwicklungspsychologische Grundlagen
- Gesprächsführung mit Familien
- Eltern-Kind-Interaktion
- ressourcenorientiertes Arbeiten
- Netzwerkarbeit
- Einschätzung möglicher Kindeswohlgefährdungen
- Begleitung frühkindlicher Entwicklung
Die Qualifizierungsmodule wurden gemeinsam mit dem Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung entwickelt und orientieren sich an bundesweit abgestimmten Qualitätsstandards der Bundesstiftung Frühe Hilfen.
Gerade für freiberuflich tätige Kinderkrankenpflegefachkräfte bietet der Bereich der Frühen Hilfen eine wertvolle Möglichkeit, das eigene fachliche Portfolio zu erweitern und Familien präventiv und ressourcenorientiert zu begleiten.
Aus Sicht des BV KiKra e.V. zeigen die umfangreichen Kompetenzprofile und Qualifizierungsanforderungen zugleich deutlich, wie wichtig eine fundierte pädiatrische Fachlichkeit und Spezialisierung für die Arbeit mit Säuglingen, Kindern und ihren Familien ist.
Weitere Informationen und Qualifizierungsmodule finden Sie hier:
- NZFH – Qualifizierungsmodule für Gesundheitsfachkräfte
- NZFH – Qualitätsstandards zur Qualifizierung
- Karl Kübel Stiftung – Qualifizierungsmodule FGKiKP / Familienhebammen
Wir möchten interessierte Kolleginnen ausdrücklich ermutigen, sich mit den Angeboten der Frühen Hilfen auseinanderzusetzen und die Möglichkeiten der fachlichen Weiterqualifizierung zu nutzen.
